welche Kräuter passen zusammen

Welche Kräuter passen zusammen

Welche Kräuter passen zusammen: Eine gute Kombination der Kräuter kann ein Gericht zur Gaumenfreude werden lassen. Doch nicht jedes Kraut passt zu jedem Gericht. Manche Kräuter lassen sich gar nicht erst miteinander kombinieren.

Kräuter, die zusammen harmonieren

Viele Kräuter harmonieren in den verschiedenen Gerichten gut miteinander:

  • Zu Blattsalaten, Eintöpfen und Suppen passen gut Petersilie und Schnittlauch.
  • Mediterrane Gerichte, wie zum Beispiel Pasta, Pizza und Tomatensoße lassen sich gut mit Salbei und Oregano würzen.
  • Auch Rosmarin und Thymian sind eine gute Kombination für die mediterrane Küche.
  • Für Schmorgerichte eignet sich eine Gewürzkomposition aus Majoran und Thymian oder Majoran und Rosmarin.
  • Hähnchengerichte lassen sich mit Salbei und Majoran würzen.
  • Zu Fisch passt generell Dill. Wer lieber mit einer Kräutermischung würzen mag, sollte es mit Thymian, Basilikum und Rosmarin probieren.
  • Und Kartoffelgerichte schmecken wunderbar mit Rosmarin und Petersilie.
  • Auch Erfrischungsgetränke lasse sich mit einigen Kräutern aufpeppen. Besonders gut geeignen sind Minze und Zitronenmelisse.
Welche Kräuter passen zusammen in der Küche
Welche Kräuter passen zusammen in der Küche? Je nachdem was man würzen möchte… Zum Beispiel lassen sich Hühnergerichte sehr gut mit Salbei und Majoran würzen!

Kräuter, die nicht zusammen passen

Manche Kräuter lassen sich nicht gut miteinander kombinieren. Dafür gibt es zwei Gründe:

  • Majoran und Oregano, zum Beispiel sind sich vom Geschmack her zu ähnlich. Das Gleiche gilt für Majoran und Bohnenkraut.
  • Zu dominant sind Dill, Brunnenkresse, Waldmeister und Minze. Diese überlagern den Geschmack der anderen Kräuter und lassen sich damit schlecht kombinieren. Sollte man sie doch zu einer Kräutermischung dazu geben wollen, dann nur in geringen Mengen.

Typische Kräutermischungen

Einige Kräutermischungen sind traditionell und werden häufig zum Würzen verschiedener Speisen angewendet:

  • Eine der bekanntesten Kräutermischungen sind die Kräuter der Provence. Sie besteht für gewöhnlich aus Thymian, Rosmarin, Oregano, Majoran, Estragon, Basilikum, Bohnenkraut, Fenchel, Lorbeer, Salbei und Kerbel. Auch Lavendel passt gut dazu.
  • Das französische Kräuterbündel Bouquet garni besteht für gewöhnlich aus Petersilie, Zwiebeln, Sellerieblätter, Thymian, Dill, Kerbel, Basilikum, Bohnenkraut, Estragon, Rosmarin, Pimpinelle und Knoblauch. Gelegentlich werden auch Lorbeerblätter hinzugefügt.
  • Auch die Kräutermischung Fines herbes stammt aus der französischen Küche. Sie enthält zu gleichen Teilen Petersilie, Estragon, Schnittlauch und Kerbel. In den unterschiedlichen Regionen wird dies Mischung noch erweitert. So kann das Fines herbes auch Basilikum, Bohnenkraut, Salbei, Thymian, Rosmarin, Oregano, Lavendel und/oder Majoran enthalten.
  • Typisch für die Schweiz sind die Tessiner Kräuter. Eine Mischung, die zu Schmor- und Rinderbraten, Raclett und Minestrone passt. Das Gewürz besteht aus ziemlich vielen Bestandteilen, weshalb die eigene Herstellung viel Aufwand bedeutet. Die Tessiner Kräutermischung enthält Majoran, Oregano, Basilikum, Rosmarin, Petersilie, Koreander, Sellerie, Paprikapulver, getrocknete Zwiebeln, getrocknete Pilze und schwarzen Pfeffer.

Verschiedene Kräutersoßen

Manche Gerichte lassen sich mit verschiedenen Kräutersoßen abrunden:

  • Bekannt ist die Frankfurter Grüne Soße, die zu vielen Gerichten, wie Fleisch, Fisch, Kartoffeln und Eiern passt. Sie besteht traditionell aus Petersilie, Schnittlauch, Kerbel, Kresse, Pimpernelle, Borretsch und Sauerampfer. Übrigens: Wer wirklich von einer „Frankfurter Grünen Soße“ spricht, dessen Kräuter müssen auch aus Frankfurt/Main stammen, da dies ein geografisch geschützter Begriff ist. Sind die Kräuter aus einer anderen Region heißt es nur „Grüne Soße“.
  • Chimichurri ist eine scharfe Kräutersoße aus Argentinien, die besonders gut zu Grillgerichten schmeckt. Die Soße enthält Petersilie, Knoblauch, Zwiebeln, Thymian und Chilliflocken. Die Soße wird für gewöhnlich kalt zubereitet und zu den Speisen gereicht.
  • Die Remouladensoße stammt aus Frankreich und wird häufig in der deutschen Küche verwendet. Wer sie selbst herstellen möchte, braucht nur Öl, Zitronensaft, Eigelb und Senf. Dazu die Kräuter Petersilie, Kerbel und Estragon.
Kräuter der Provence
Kräuter der Provence: eine klassische Mischung bei der die Kräuter definitiv zusammenpassen!

Kräutermischungen in Butter

Kräuterbutter schmeckt gut auf Brot oder zu Fleischgerichten. Diese lässt sich unkompliziert herstellen. Dafür können einzelne Kräuter, wie Schnittlauch, Basilikum, Petersilie oder Bärlauch. Auch verschiedene Kräutermischungen bieten sich für die würzige Butter an:

  • Die typische Kräuterbutter enthält neben Butter, Salz und Pfeffer, auch Schnittlauch, Kerbel, Petersilie, Pimpernelle, Brunnenkresse und Thymian.
  • Das Originalrezept der Café de Paris Butter ist ein Geheimnis. Doch mit der richtigen Kräutermischung kommt man dem Geschmack sehr nah. Neben Butter, Schalotten, Knoblauch, Senf, Zitronensaft, Paprikapulver und Pfeffer können folgende Kräuter hinzugefügt werden: Petersilie, Dill, Majoran, Thymian und Rosmarin.
  • Die 8-Kräuter-Butter lässt sich notfalls auch mit einer Kräutermischung aus der Tiefkühltruhe herstellen. Sie enthält Petersilie, Schnittknoblauch, Kresse, Sauerampfer, Kerbel, Schnittlauch, Pimpinelle und Borretsch.

Kräuterquark selbst herstellen

Auch Quark lässt sich mit verschiedenen Kräutern aufpeppen und schmeckt besonders gut zu Kartoffeln oder aufs Brot:

  • Der klassische Kräuterquark enthält neben Salz, Pfeffer, Knoblauch und Zwiebeln, auch Schnittlauch, Petersilie und Kresse.
  • Ein Kräuterquark zum Dippen kann aus folgenden Kräutern bestehen: Schnittlauch, Dill und Kerbel. Wobei der Dill nur in geringen Mengen hinzugefügt werden sollte, damit der Geschmack nicht zu stark herauskommt.

Kräutermischungen für den Tee

Kräutertees sind nicht nur lecker, sondern auch gesund. Wer getrocknete Kräuter hat, kann sich solche Tees leicht selbst kombinieren. Oft enthalten selbst hergestellte Tees mehr Wirkstoffe, als gekaufte in Teebeuteln.

  • Gut für den Magen ist Fenchel-Anis-Kümmel-Tee. Dafür benötigt man in gleichen Teilen Fenchelsamen, Anissamen, Kümmelkörner und getrocknete Blätter der Zitronenmelisse. Der Fenchel-Anis-Kümmel-Tee hilft unter anderem gegen Blähungen und kann auch Babys zum Trinken gegeben werden.
  • Auch für die Erkältung kannst du dir den Tee selbst zubereiten. Salbei, Pfefferminz und Holunderblüten können einzeln oder kombiniert aufgegossen werden. Ein wirksames Rezept für einen Erkältungstee enthält zu gleichen Teilen Holunderblüten, Lindenblüten, Thymian, Mädesüssblüten und Weissdornblättern.
  • Ein Tee kann auch im Alltag helfen, zu entspannen und in stressigen Momenten zur Ruhe zu kommen. Eine gute Kombination bieten da Johanniskraut und Melissenblätter, die zu gleichen Teilen aufgegossen werden.
  • Wer Probleme beim Einschlafen hat, bereitet sich einen Tee aus Melissenblättern mit etwas getrocknetem Hopfen und Baldrian.

Um sich die Tees zuzubereiten, gibt man sie in eine Kanne und übergießt sie mit heißem Wasser. Anschließend lässt man sie zehn Minuten ziehen. Wer nur eine Tasse Tee trinken möchte, gibt die getrockneten Kräuter in ein Teeei oder in einen Teebeutel und gießt dann das heiße Wasser auf.

Welche Kräuter passen im Beet zusammen?

Nicht nur in Speisen und Tees harmonieren Kräuter mehr oder weniger miteinander. Bereits im Beet ist die Kombination von verschiedenen Kräutern möglich. Dadurch kann sogar das Wachstum gegenseitig gefördert und Schädlinge vermieden werden.

Andere Kräuter hingegen stören sich gegenseitig, in dem sie sich Nährstoffe und Platz wegnehmen.

Wenn du genau wissen möchtest, welche Kräuter im Beet zusammenpassen, kannst du mehr darüber in dem Artikel „Welche Kräuter vertragen sich“ lesen.

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